Djerba

Die tunesische Insel Djerba ist die größte Insel Nordafrikas und liegt vor der Ostküste Tunesiens im Mittelmeer. Houmt Souk ist der Hauptort der etwa 500 Quadratmeter großen Insel.

Djerba hat eine bewegte Geschichte. Die einheimischen Berber hatten schon früh Besuch von den Phöniziern, die die Insel eroberten und dort einen Handelposten errichteten. Auf die Phönizier folgten die Römer, die in Djerba gute Straßenverbindungen bauten, die auch heute noch zu entdecken sind. Unter den Römern lebte auch der Sklavenhandel auf. Durch die günstige Lage Djerbas im Mittelmeer, wurden hier viele afrikanische Sklaven an wohlhabende, römische Familien verkauft. Noch heute zeugt die kulturelle Vielfalt der Bevölkerung von den Unsitten der damaligen Zeit. Neben den Berber leben auf der Insel auch viele jüdische Familien. Die Al Ghriba Synagoge gilt als eine der ältesten und bekanntesten Synagogen.

Die Währung in Djerba sind tunesische Dinar. Deren Einfuhr und Ausfuhr ist jedoch verboten. Euro können in den Banken Djerbas umgetauscht wurden. Die Landessprache ist französisch, viele Einwohner sprechen jedoch auch arabisch und vereinzelt deutsch. Die Einwohner gelten als sehr gastfreundlich und hilfreich gegenüber ihren Besuchern. Temperaturen um die 50 Grad sind in Djerba keine Seltenheit. 332 Sonnentagen im Jahr und ein heißer Wüstenwind machen es zu einem beliebten Touristenziel für Sonnenliebhaber.

Traumhaftes, klares Wasser an Djerbas weißen Sandstränden überzeugen ebenfalls zu einer Urlaubsreise in das Badeparadies Djerba. Doch auch sportbegeisterte kommen hier ganz auf ihre Kosten. Segeln, Surfen oder Boot fahren. Eine berühmte unterirdische Moschee und eine Krokodilfarm gelten als Sehenswürdigkeiten. Aber auch ein Leuchtturm und Überbleibsel der Römer sind auf der kleinen Insel zu finden. Da Djerba nicht sehr groß ist und Taxifahrten billig sind, eignen sich die knallgelben Taxis bestens um diese Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Traurige Berühmtheit erlange Djerba 2002, als bei einem Anschlag auf die Al Ghriba Synagoge 21 Touristen starben. Die tunesische Regierung sprach von einem Unfall, doch nur wenige Monate später bekannte sich Al Qaida zu diesem Terroranschlag.